Eine neue Dimension

Ein wenig war ich sprachlos als ich das gesehen habe. Tatsächlich bin ich es auch jetzt noch und eine Frage schwirrt mir immer noch im Kopf rum:

WARUM-UND-WER-ZUR-HÖLLE-MACHT-DAS?

Aber mal der Reihe nach…

Ich habe dieses neue „Werkzeug“ zur Kontaktaufnahme mit dem ungeborenen Kind im Mutterleib im großen Netz entdeckt. Ein Babypod wie sich das nennt. Das ganze Ding ist ein Lautsprecher den sich frau in die Scheide schiebt, steckt wie auch immer (ich bin etwas ratlos wie ich das richtig beschreiben soll) um das Ungeborenen mit Musik, Nachrichten, Sprachkursen, etc. direkt zu beschallen.

Tja, und nun die Frage an euch: Was haltet ihr ganz ehrlich davon und würdet ihr euch ein Babypod kaufen?

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Warum (k)ein Zentimeter zählt

Wenn du an Geburt denkst, hast du sicher schon mal davon gehört, dass sich der Muttermund (auch Cervix genannt) auf 10 cm öffnen muss. So gehen viele Frauen davon aus, dass das entscheidend für die Geburt ist und es wird um jeden Zentimeter gerungen. Ich habe schon in viele enttäuschte Gesichter geblickt, als den Frauen nach oder während der Untersuchung gesagt wurde, dass es noch keinen wirklichen Fortschritt in der Öffnung gibt.

Und zwischenzeitlich zeichnet sich ein Bild der Angst ab, wenn es nicht schnell genug geht. Aber ist es wirklich entscheidend wie weit sich der Muttermund schon geöffnet hat und wieso geht es bei den einen so schnell und bei anderen dauert es eine Ewigkeit und wie kommt es, dass der Muttermund gerade noch bei 3 cm war und die Frau schon Pressdrang hat und plötzlich ist der Muttermund ganz offen?

Berechtige Fragen, oder? Hast du dir vielleicht auch schon mal überlegt.

Carla Hartley hat es auf den Punkt gebracht:

“ Wir denken in Bildern und wir sollten ein präzises Bild zeichnen. Weder die Cervix noch der Muttermund blühen. Die Cervix ist kein Schloss. Das Ziel einer Geburt ist nicht die Bildung einer Öffnung oder eines Lochs. Das Ziel der Geburtswellen ist es, die Gebärmutter aufzubauen, die – wenn sie so weit ist – das Baby auf die Welt schieben wird. Wie ein Stempel. Ohne einen starken Fundus (Gebärmutter) gibt es nicht genug Kraft um dieses Vorhaben umzusetzen. Der Muttermund öffnet sich nicht nach aussen, er öffnet sich nach oben, wenn die Muskeln der Gebärmutter sich zusammenziehen. Die Öffnung des Muttermunds ist nur sekundär wichtig. Die Zuordnung einer Zahl hat wenig Konsequenz und wir machen einen großen Fehler wenn wir auf diese Weise den Fortschritt interpretieren oder eine Prognose über die Zeit bis zur Geburt machen. Erfahrene Hebammen oder Geburtshelfer wissen dass die Cervix manipuliert werden kann und eine Frauen mit Muttermundbefund 7 cm ein paar Minuten oder auch Stunden brauchen kann bis zu vollständigen Öffnung.

… Wirklich wichtig ist es, die Gebärende gut zu unterstützen, sie gut zu ernähren und id ihr genug zu trinken während der Geburt zu geben. Wir sollten sie so unterstützen, dass die Physiologie der Geburt für Mutter und Kind optimal ist und sie so die Geburt zu einem guten Ende bringen kann.

Wir sollten die Geburt werde messen noch interpretieren noch in ihr rumstochern! Diese Änderung in der Lehre über Geburt kann einen großen Unterschied für die Frauen  machen, die eine Vorstellung haben, was ihr Körper während der Geburt konkret macht. Wie viel mehr Kraft mag ihnen dieses richtige Bild geben? “ –  Carla Hartley

Originaltext:

„We think in pictures and we should be painting accurate pictures. The cervix nor the vagina bloom. The cervix is not a zip lock bag. The purpose of labor is NOT the creation of an opening or a hole… The purpose of labor contractions and retractions is to BUILD the fundus, which will, when it is ready, EJECT the baby, like a piston. Without a nice thick fundus there is no power to get baby out….the cervix does not dilate out….it dilates UP as a result of the effort to pull muscles up into the uterus to push muscles up to the fundus. The cervical dilation is secondary to that. The cervix is pulled up as a result of the building of the fundus. Assigning a number to cervical dilation is of little consequence and we make a huge mistake by interpreting progress or predicting time of birth to that number. Any experienced midwife or OB can tell you that the cervix can be manipulated and that a woman whose cervix is at 7 could have the baby in a few minutes or a few hours.
If more providers and educators knew the truth about birth physiology, we could make a huge difference for mothers. What is important is to keep her well supported for the purpose of the appropriate chemistry, to keep her well hydrated and nourished for muscle strength, and to believe in her. We should be supporting her so that her physiology and that of her baby are unhindered, so they can finish what they started.
We should not be measuring, poking, or interpreting her labor. THIS CHANGE in teaching about labor could make such a difference for women who are imagining what is happening in their bodies during labor. How much more strength might they have if they have an accurate picture?“ -Carla Hartley
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Neues Jahr-neues Glück

Das Jahr zählt bereits 10 Tage und morgen geht der Alltag wieder so richtig los. Es hat sich viel getan, auch wenn ich nicht viel Präsenz in den letzten Wochen hier gezeigt habe.

Heute möchte ich euch eine neue Serie, die ich für Mama Ocllo schreiben werde vorstellen.  Jeden Monat werde ich dort einen Beitrag zu verschiedenen Themen schreiben und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Martina und ihrem Team :-). Über die tollen Sachen habe ich euch schon berichtet.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten und freue mich, wenn ihr hier oder dort mitlest und gerne fleissig kommentiert oder eure Wunschthemen schreibt. Der erste Gastbeitrag ist passend zur Jahreszeit: Babys Haut bei Wind und Wetter.

Die Links dazu folgen kommende Woche ;-)

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Wenn nicht heute dann morgen, ja?

Advent. Eine schöne Zeit, so besinnlich und kuschelig. Alle kommen in die Tiefenentspannung. Achhhh, ein Traum! Ein Märchen gar! Oder auch nicht. Für mich wäre das schön, denke ich mir jedes Jahr wieder, aber leider sind da die vielen Termine.

Ja, genau. Genau dann sind die meisten Termine. Weihnachtsfeiern, Schulauftritte, noch schnell alles vor Weihnachten vom Tisch haben wollen. So ist die Adventszeit. Wahrscheinlich nicht nur bei mir. Und jedes Mal denke ich mir, wie rar die Zeit ist und wie gerne ich sie mit meinen Kindern verbringen möchte. Einfach nur ein paar kleine Momente für uns… Nicht erst morgen, weil ich heute viel zu müde bin oder mit den Gedanken irgendwo bei der Sache aber nicht bei meiner Familie.

Dieses Jahr fand ich etwas. Etwas für kleine Momente. Unsere kleinen Momente. Zwischen Weihnachtsfeiern, Terminen und Trubel:

„Heute habe ich Zeit für dich“

Kalender 24 IdeenEin Adventskalender der besondern Art von Gundula Göbel und Tine Falk. Ein 24 mal gehaltenes Versprechen an meine Kinder. Continue reading

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Lego-oder wie ich Ballett tanzen lernte

Wer Kinder hat kommt heute kaum an Lego vorbei. Die einen aus Nostalgie – weil sie selbst als Kinder damit gespielt haben. Die anderen – weil es die einzige wirkliche Berechtigung ist, mal wieder richtig zu spielen.

Lego ist heute anders als das Lego von damals. Früher hatten wir einfach Lego. Quasi Lego Pur. Einfach viele viele Steine. In ein paar Farben. Und ein paar Platten zum bebauen. Das war´s. Lego Pur.

Heute gibt es Bastelsets mit genauen Anleitungen wie Stein auf Stein gebaut werden soll. Manchmal frage ich mich, wo die gute alte Fantasie dabei bleibt, bei all den Komplettpaketen?! Und dann ist Lego getrennt. Gender und so. Mädchen bekommen lila und Prinzessinnen und Jungs Fahrzeuge.

Schade eigentlich.

Was aber gleich geblieben ist, ist die Zahl der Eltern, die nachts – aus welchen Gründen auch immer – in die Kinderzimmer gehen. Im Dunkel. Klar, keiner will den Nachwuchs wecken oder es muss ganz schnell gehen oder man findet den Lichtschalter nicht.

Und dann passiert es: Die Lego-Steine greifen an! 

Plötzlich, wie aus dem Nichts, formieren sie sich auf dem Boden zu einer gemeingefährlichen Angreifertruppe. Wild verstreut in Gruppen liegen sie auf der Lauer bis Elternfüsse nachts kommen und auf sie treten.

Wer also des Nächtens ein Kinderzimmer betritt muss zwangsläufig, entweder das Licht anmachen und das Kind wecken oder sich der Übermacht der Legosteine stellen. Die meisten Eltern vermeiden es das Licht anzumachen, dazu zähle ich auch mich um das Kind uns sich selbst nicht einem Lichtschock auszusetzen. Das bedeutet in meinem Fall ganz konkret, dass ich immer auf die Legoarmee treffe.

Lautes schreien ist leider keine Option denn auch das würde das Kind wecken und ein baldiges wieder-zu-Bett-gehen höchst wahrscheinlich verhindern. Selbst gut vorbereitet auf das was mich auf dem Boden des Zimmers erwartet übersehe ich garantiert eines dieser Sternchen und dann:

Ballett vom Feinsten!

Denn sobald man auf einen Legostein getreten ist, ist der nächste nicht weit und durch den Schmerz wanke ich dann immer und zwar ungewollt zielsicher auf das nächste und nächste und nächst. AUUUAA will ich dann schon mal gerne schreien, verkneife es mir um mein Kind nicht zu wecken.

Auf dem Rückweg passiert dann man dann noch mehr dieser kleinen Steine und Gruppen dieser Steine und tritt sicher noch mal drauf. Sicher. Murphys Gesetz. Und wer schon mal auf ein Lego getreten ist weiss: Man tanzt Ballett. Gewichtsverlagerung, Balance, der Versuch nicht zu schreien oder zu fluchen macht es einem fast unmöglich normal und aufrecht durch die Sache zu kommen ;-).

Es ist schon Abend. Heute werde ich Glück haben, denn wir waren das ganze Wochenende nicht da und das Kind hat keine Steine im Zimmer verteilt.

Kommt heute gut durch das Kinderzimmer und bildet notfalls vor dem Schlafengehen eine Rettungsgasse.

 

 

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Ein Tag (nicht) wie jeder andere

Es ist der 15. September 2015. Heute ist kein Tag wie jeder andere, auch wenn er wie ein ganz normaler Tag beginnt. Heute ist Einschulung. Mein „kleiner“ hat Einschulung.

Ich freue mich nun schon lange auf diesen Tag und er auch. Wir freuen uns alle; ein neuer Abschnitt beginnt. Wir haben in ein Jahr zurückstellen lassen, weil er einfach noch nicht reif war für die Schule, so befanden die Lehrer und wir zusammen.

Das Jahr verflog und der Bub reifte heran. Soweit so gut. Jetzt kann ich ihn guten Gewissens weiter in die Welt schicken-dachte ich.

Etwas angespannt kamen wir in die Schule. 9.30 Uhr Treffpunkt und wurden in den Musikraum gebracht und mit Instruktionen versehen. Alles klar. 36 kleine, mittelgroße und große Hüpfer saßen nun da und wir mittendrin.

9.45 Uhr gingen wir, nach dem fast alle noch mal die Pippi-Box besucht haben, Richtung Saal wo sich schon alle Verwanden und die unteren Klassen tummelten um die Kinder zu empfangen und zu begrüssen.

10 Uhr. Es geht los. Das Orchester spielt auf, keine guten Stücke gewählt, ok. Dann Ansprache, Blabla. Der Bub kuschelt sich noch an, seine Freundin Josephine sitzt mit Familie neben uns. Die Kinder werden dem Nachmanen nach auf die Bühne gerufen und strampeln alle drauf los. Der Bub hat sich noch in meinen Schoss gekuschelt. Lukes Mutter meint noch „bei dir wird es noch etwas dauern“ und Luke meint „wieso? L ist nicht so weit im Alphabet!“ aber der Buchstabe S, erklärt seine Mutter. Luke übt sich in Geduld. Josephine geht los und ich sehe, wie die Tränen bei ihrer Mama sich Bahn brechen.

Dann wird der Bub aufgerufen. Er steht auf, packt seinen Ranzen und wandert drauf los zur Bühne. Er dreht sich nicht um, nimmt sein Sräusschen von einem Zweitklässler entgegen, steigt die Stufen auf die Bühne und geht durch den Rosenbogen, der von seinen Erzieherinnen gehalten wird. Handshake mit der Lehrerin und dann wird er auf seinen Platz auf eine Bank voller Erstklässler gesetzt.

Und in diesem Moment wurde mir klar, dass er jetzt wirklich ein „Großer“ und kein „kleiner“ Bub mehr ist.

Luke kommt auch auf die Bühne und bald sitzen sie alle da. Auf ihren Bänken und die Lehrerin beginnt eine Geschichte zu erzählen. Ich höre gar nicht richtig zu. Die Große kommt, sie hat im Orchester mitgespielt und setzt sich zu ihren Freundinnen. Winkt mir im Vorbeigehen.

5 Klasse. Ja, auch sie ist groß und auch für sie hat eine neue Zeitrechnung begonnen. Zwar bleibt sie auf der gleichen Schule, aber auch hier gibt es Veränderungen. Eine neue Lehrerin, neue Mitschüler_innen, neues Klassenzimmer und was weiss ich noch alles.

So viele Gedanken rasen durch meinen Kopf als die Paten aus der 9. Klasse die Kinder mit Lehrerin und Klassenhelferin von der Bühne begleiten Richtung Klassenzimmer.

Danach verlassen wir auch den Saal und ich gleich das Schulhaus. Ich muss mich sammeln weil ich mich dich etwas verloren fühle so mit den Gedanken an meine großen Kinder. Durchatmen, ein Stück laufen und Julia, eine Erzieherin treffen. Eine rauchen ist jetzt eine gute Idee. Wir verlassen den Schulhof und ich fühle mich so ein bisken wie damals, als ich noch zur Schule ging.

Gefühlt dauert es ewig bis die erste Schulstunde ihr Ende nimmt. Wir sitzen in der Cafeteria und plaudern mit der Familie, den Freunden, dem Schulkoch, anderen Eltern. Blabla.

Dann endlich kommen die Kinder, ich nehme meine beiden fest in den Arm, schnell noch ein paar Fotos für das Familienalbum und dann ab ins Restaurant.

Am nächsten Morgen will der Bub mit seiner Schwester den Schulbus nehmen. Er insistiert. Keine Chance auf einen persönlichen Transport der beiden zur Schule. Wenigstens dieses eine Mal, an diesem ersten Schultag hätte ich es ja doch gerne gemacht. Zum Abholen darf ich dann kommen. Bis dahin bleiben mir ein paar Stunden für mich :-). Auch schön.

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45/1

45 Tage sind es seit Ferienbeginn. 45 Tage 24 Stunden zusammen mit meinen Kindern. Es war schön auszuschlafen, Ausflüge zu machen und in den Urlaub nach Frankreich zu fahren. Es war schön schwimmen zu gehen und sie beim Müßiggang zu beobachten. Bei all den Dingen die sie gemacht haben und die wir zusammen erlebt haben.

Aber heute freute ich mich auf ein besonderes Ereignis, das #YarnCamp! Ja es war endlich wieder so weit und das YarnCamp fand zum dritten Mal statt und auch noch in Frankfurt. Zwei Stunden Fahrt. Ich bin seit Wochen nicht mehr so gerne so früh aufgestanden wie heute. Eigentlich stehe ich ja nie gerne früh auf. Das ist auch das Schöne an den Ferien, dass ich ausschlafen kann.

Aber zurück zum Camp; Ich habe mich schon so sehr darauf gefreut, auch weil 45 Tage eine lange Zeit ohne nennenswerte Abwechslung für mein Hirn waren. In den Ferien sind die Freunde in Urlaub und so finde ich auch wenig Inspiration zu meiner Arbeit. Mein Hirn machte irgendwann auch Ferien. Bis heute.

Mein Hirn ist wieder da. In den letzten Tagen kam ich mir irgendwie amputiert vor, vor lauter Mama hier und Mama da und Müßiggang. Der Tag auf dem YarnCamp hat mir mein Hirn wiederbelebt :-). Es war einfach schön, alte und neue Gesichter zu sehen, zu plaudern, zu lauschen und mal ohne Störung nachzudenken. Dieser eine Tag war für mich eine ganze ganz eigene Revitalisierungskur und ich freue mich schon darauf all die schönen Ideen wie „bunter Stricken“ von David umzusetzen mit den tollen Materialien der Sponsoren wie Prym, loveknitting, natürlich Schachenmayr und vielen vielen mehr!

Emotionen festgehalten in Bild folgen.

Gute Nacht, willkommen zurück mein Hirn ;-)

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Die Geschichte eines Babys das schlafen lernen musste

Diesen Beitrag habe ich heute gefunden und er hat mich sehr berührt.

Viele Eltern sind nach einer Weile geschlaucht und kraftlos, weil der Schlafrhythmus ihres Babys so gar nicht mit den eigenen Bedürfnissen zusammen passen will. Vor allem Mütter, die auch noch stillen und mit dem Hormon Oxytocin vollgespickt sind, fühlen sich kraftlos und müde.

11836778_1014022191964224_7171168387447651374_nSchlafen ist auch eine Leistung in einem Katalog geworden, den das Baby erfüllen soll, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Leider lassen sich die Entwicklungsschritte nicht planen und für die Babys sind Schlaflernprogramme einfach die Hölle. Frau Nestling hat sogar mal ein Video dazu gemacht. Wenn unsere Babys sich so ausdrücken könnten wie wir, würden sie wahrscheinlich folgenden darüber sagen. Continue reading

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Lena Lieb, Kindermode mit Köpfchen

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Lena Lieb

Diesem Monat möchte ich euch im Interview als Empfehlung Lena Lieb vorstellen und wünsche euch viel Spass auf ihrer Seite und ih ihrem Shop :-).

Liebe Lena,

würdest du dich kurz vorstellen?

Ich bin Lena Lieb, Modedesignerin und Mutter. Von der Pike auf habe ich mit Mode und Bekleidung zu tun. Ich liebe schöne natürliche Stoffe, bezaubernde Drucke, und einfach auch das Handwerk. Mit der Geburt meiner Tochter habe ich umgedacht in Richtung ökologische Bekleidung. Die Schlagzeilen in der Presse über unmenschliche Arbeitsbedingungen, tödliche Textilien mit einer breiten Palette gefährlicher Chemikalien in der Bekleidung sowie die Erkennung der nächsten Trendfarbe anhand der Flüsse in China gaben mir den Rest umzudenken. Im Sommer 2013 entstand mein Label „lenalieb“. Die erste Baby- und Kleinkindkollektion kam im Herbst 2014 auf den Markt. „lenalieb“ steht für hochwertige organic und fair trade Materialien sowie für die Verbindung klaren Designs und moderner Handwerkskunst.

Was inspiriert dich in deiner täglichen Arbeit?

Lena Lieb
Mode Aktiv, Lena Lieb

Meine Familie, vor allem meine bezaubernde Tochter. Wie Sie Dinge im Alltag war nimmt, völlig unvoreingenommen. Wie sie was kombinieren, ob beim Spielen oder beim kreativ sein. Dann inspiriert mich die Natur, wenn wir raus aus Berlin fahren. Wie der Wind mir beim Fahrradfahren den Kopf frei bläst und Platz für neues schafft. Mich inspiriert aber auch die Arbeit. Ich Arbeite gern und viele Ideen entstehen beim Arbeiten, vor allem beim Nähen.

Eine Besonderheit bei dir ist, dass Eltern auch Kleidung für zu früh geborene Baby bestellen können. Das trifft man sehr selten. Wie bist du auf die Idee gekommen?

Meine Mode ist spezialisiert auf Babybekleidung in Wolle/Seide, bunt bedruckt. In den Größen 44 -104. Die Materialmischung, als feine Rippe verbindet die wärmende und feuchtigkeitsregulierende Eigenschaft der Wolle mit der klimareguliernden Eigenschaft der Seide. Diese Modelle sind auch für empfindliche Haut geeignet. Perfekt für die ganz ganz kleinen das lag einfach auf der hand. Es gibt sehr wenige Bekleidungsanbieter die süße und besondere Kleidungsstücke für früh geborene Babys anbieten. Hier möchte ich Unterstützung leisten und mit meinen Baby- und Kleinkindkollektion vielen Eltern, Großeltern und Kinderliebenden helfen, ihren Kleinen das Beste zu bieten. Exklusive Lieblingsklamotten, in denen Kinder sich wohlfühlen können.

Was ist dir wichtig, den Eltern „deiner Kunden“ mit deiner Mode auf den Weg mitzugeben?

Kollektionen von „lenalieb“ kann man mit dem begriff „slow fashion“ gleich setzen. Das ist nachhaltige, entschleunigte, bewusste Mode, die im Gegensatz zur schnelllebigen Massenware steht. Stücke die länger halten, die man weiter gibt und nicht übermorgen aus der Mode kommen. Es geht um das Prinzip bewusster zu kaufen, sich der Qualität des Produktes zu widmen, das Produkt Wert zu schätzen und es im Zusammenhang mit der Umwelt zu sehen. Für die „lenalieb“ Kollektionen arbeite ich ausschließlich mit GOTS (Global Organic Textile Standard) zertifizierten Betrieben zusammen – angefangen vom Garneinkauf über den Stricker, Färber, Drucker und Näherei. Das bedeutet auch, dass alle Materialien den höchsten Standards entsprechen: Sie sind schadstofffrei, ökologisch korrekt produziert, die Wolle entstammt kontrolliert biologischer Tierhaltung und die speichelechten Farben beruhen auf wasserbasierenden Pigmentfarbstoffen. Auch die Druckknöpfe sind nach Ökotex Standard 100 zertifiziert.

Du hast mir ein wunderbares Haar-Band für meine Tochter geschickt. Es ist sehr praktisch und vielseitig einsetzbar. Zwischenzeitlich ein Lieblingsstück bei uns! Woher kommen deine Ideen zu so ausgefallenen Stücken?

Eigentlich ist es ja ein Rollkragen. Die Idee ist aus Zuschnittresten die ich gern verwenden möchte entstanden. Das geflochtene Band, welches sich als Schmuckelement um den eigentlichen Kragen legt, ist aus Stoffstreifen hergestellt die eigentlich in den Müll landen. Meine Tochter kam dann noch auf die Idee der unterschiedlichen Trageweisen. Als Kragen für die kalten Tage, wobei hier das geflochtene Band auch nach oben in die Haare geschoben werden kann. Oder als Stirn/ Haar- Band um die langen Haare aus dem Gesicht zu bekommen oder die Ohren beim Radfahren vor dem Wind zu schützen.

Ideen habe ich so viele, die sprudeln einfach aus mir raus wenn ich z.b. tolle Stoffe sehe und auch wenn ich Babys und Kinder beobachte wie sie Ihren Alltag bestreiten.

 

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Wert-Voll
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Beinfreiheit

Vielen Dank, Lena Lieb <3

Hier findet ihr Lena Lieb auch bei Fachhändlern!

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