Mehr als Noten

Nächste Woche beginnen die Schulferien bei uns. Faschingsferien – eigentlich eine Zeit des feierns und lachens und Spass. Für viele Kinder ist es leider kein Spass. Weil, sie werden in Noten gemessen. Und Noten sind keinesfalls angenehm, also nicht immer.

Als Eltern kennen wir ja alle das Gefühl, Zeugnisse und Noten zu bekommen. Schliesslich ging jeder schon in die Schule und wir haben sie mehr oder weniger erfolgreich und mit mehr oder weniger Spass hinter uns gebracht.

Noten sagen ja etwas über eine Leistung aus. Und ich dachte mir oft früher: die Lehrer haben doch alle keine Ahnung von den Dingen die ich kann. Dafür gibts keine Noten. Noten geben allen einen Stempel. Gut, befriedigend, ausreichend, schlecht. Sechs – setzten!

Aber warum schreibe ich jetzt das alles?

Mein großes Kind geht in eine Schule, wo es keine Zeugnisse gibt. Jetzt noch nicht. Erst in ein paar Jahren. Am Ende vom Jahr bekommen wir einen Bericht ohne Noten über ihre Leistungen. Sie bekommt einen kleinen Auszug davon.

Doch weiss sie, was sie kann? Wissen ihre Lehrer wie sie so ist?

Manchmal vergesse ich, es ihr zu sagen. Weil Alltag und so.

Neulich habe ich die Mitmachaktion #mehralsnoten von scoyo bei berlinmittemom entdeckt. Da geht es genau darum, den Kindern zu sagen, was Noten und Berichte nicht so können. Zu sagen, was wir als Eltern über sie wissen – was Lehrer nicht wissen und was wir in ihnen sehen. Sie ermutigen, sie selbst zu sein.

Jetzt werde ich mich daran setzen und meiner großen kleinen Lieblingstochter schreiben. Was ich über sie weiss, was ich an ihr liebe, was mir nicht so gut gefällt und warum die Welt so viel ärmer wäre ohne sie…

Druckt euch euer eigenes Zeugnis für eure Kinder aus, schreibt euren Kindern und teilt die Initiative weiter.

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