Geburtsbericht-kurz und knapp

Was machst du als Doula eigentlich so?

Das ist eine Frage die mir öfters gestellt wird. Und dann erkläre ich den Menschen, was ich als Doula so mache. Welche Vorteile es hat und oft können sich die Leute das in Real-Situationen nicht vorstellen.

Deshalb habe ich Kerstin&Michael, die ich zur 2ten Geburt begleitet habe, gebeten ihr Eindrücke mal aufzuschreiben. Daraufhin bekam ich einen kurzen&prägnanten Bericht, den ich euch hier zur Verfügung stellen (darf und) möchte. Vielen Dank euch Beiden.

 

Kerstin sagt:

Hier mein kleiner aber feiner Bericht. :))

Am Anfang war ich hin und her gerissen, ob ich wieder eine Geburtsbegleiterin bei meiner zweiten Geburt dabei haben möchte. Ich dachte jetzt hast du das schon einmal geschafft, da klappt das diesmal von alleine.
Doch schon bei einigen Telefonaten im Vorfeld mit Mika habe ich gemerkt, dass es gut ist wenn sie für mich da ist. Sie gab mir wertvolle Tipps z.B. Himbeerblättertee trinken, dass ist bei meiner ersten Geburt irgendwie untergegangen da mein erster Sohn sechs Wochen zu früh kam.

Als es dann mit den Wehen losging habe ich Mika angerufen damit wir uns in der Klinik treffen. Am Anfang war alles noch entspannt und wir konnten uns im Kreissaal noch unterhalten.

Als die starken Wehen dann losgingen und die Hebammen mir das CTG anlegten, hat Mika das ‚Kommando‘ übernommen. Sie hat mich geführt und mir Sicherheit gegeben. Sie hat mir den Rücken/Steiß massiert und als mich der Pulsmesser störte hat sie Lösungen gesucht ihn dort anzubringen wo er mich nicht stört.

Da Mika auch noch gelernte Krankenschwester ist konnte sie der Hebamme helfen als die mir einen zusätzlichen Wehentropf legen wollten und es nicht auf Anhieb geklappt hat.

Sie hat mir bei den Presswehen die Hand gehalten und war mein Fels in der Brandung als ich „kurz“ vor der Geburt doch nach einer PDA und Kaiserschnitt verlangt habe vor lauter Schmerzen. Sie hat ruhig und gelassen mit mir gesprochen und mich bei jeder Wehe motiviert weiterzumachen.

Im Nachhinein bin ich sooo froh das sie dabei war. Mein Mann konnte mal eine Pause machen und ich hatte immer jemanden bei mir der mich unterstützt hat.

Ich würde Mika jederzeit wieder bitten mich in den Kreissaal zu begleiten.

Danke Mika :)))

Michael sagt:

Die Frage „Wohin gehen wir zur Geburt unseres zweiten Kindes“ war
schnell beantwortet: Wieder in die Filderklinik.
„Und holen wir auch wieder Mika als Geburtsbegleiterin dazu?“ Ja klar!

Aber warum eigentlich… „Ja klar“?

Die Filderklinik ist ein tolles Krankenhaus mit besonderen Menschen und einer sehr angenehmen Umgebung – gerade auf der Geburtsstation. Wozu
braucht man da noch eine externe Geburtsbegleiterin??

Weil eine Geburtsbegleiterin, weil Mika die Geburt nochmal einfacher
macht (auch und gerade für mich als Mann):

* Mika gehört nicht zum Personal des Krankenhauses, ist aber gleichzeitig vom Fach. Die Ärztinnen und Hebammen akzeptierten sie
ohne viele Worte als kompetente externe Person und gleichzeitig als Extra-Mitglied unserer Familie.
* Mika bringt Mutter, Vater, Kind und Personal zur Not auch mit der 70er Schlagerparade vom iPhone in die richtige Stimmung.
* Ich musste nicht non-stop Gewehr bei Fuss stehen, sondern konnte mich auch mal für 10 Minuten ins Eck setzen und verschnaufen.
* Und auch die Hebammen waren froh, nicht jeden Handgriff selbst machen zu müssen.
* Mika war die ganze Nacht über für uns da – und nur für uns: Auch wenn die Hebamme mal das Geburtszimmer verlies, um woanders auszuhelfen – wir waren nicht alleine.
* Während Ärztin und Hebamme sich eher um das Ungeborene kümmerten, war Mika für Kerstin und mich da.
* Und auch um die „Kleinigkeiten“ nach der Geburt (was geschieht mit dem Mutterkuchen usw.) hat sich Mika ganz selbstverständlich gekümmert.

Ich fand beide Geburten total easy. Und ich weiss, dass dieses „easy“ zum grossen Teil an der Unterstützung durch Mika lag.

Und ich….bin jedes mal einfach hingerissen von dem Wunder das passiert :-)

 

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