Es muss ein Gen-Defekt sein!

Ich denke schon lange über diese Frage nach. Wieso ausgerechnet ich?! Wieso muss mir das passieren?!

Bisher habe ich darauf keine Antwort finden können – ausser das es ein Gen-Defekt sein muss. Es nämlich so: Immer wenn ich mir etwas kaufen möchte, sei es Kleidung, Schuhe, Kosmetik, etc. schlägt der Gen-Defekt zu und ich bin völlig machtlos! images-2

Ich bin nicht kaufsüchtig, ich tue es meist aus voller Notwendigkeit, wie jetzt zu Weihnachten. Nichts böses ahnend begebe ich mich in die Stadt oder lümmel im Internet rum auf der Suche nach eben oben genannten Dingen. Und ehe ich es mich versehen kann, schlägt der Gen-Defekt zu. Ich sehe etwas (sagen wir mal schön Klischeehaft Schuhe) und im nächsten Moment bin ich völlig verliebt, habe sie in der Hand, fühle das Material, probiere sie an und weiss: JA! Die sind es!

In diesem Moment hat der Gen-Defekt schon seinen Dienst verrichtet, es sind natürlich!!! die teuersten Schuhe und wenn nicht gar die ganz teuersten, dann zumindest die aus dem oberen Preissegment des Ladens. Und weil der Gen-Defekt schon viel früher eingreift, bin ich natürlich nicht in einem Standard-Schuhladen, sondern in einem guten Fachgeschäft (jede Frau weiss wovon ich spreche).

Meine Schwiegermutter sagt immer  „Geschmack hat seinen Preis“.   images

Sie hat ihr Leben in Saus und Braus verbracht, hat keinen Pfennig (in ihrem Fall Franc) je bereut ausgegeben zu haben, für nichts. Auch heute noch, in Rente, geht sie los und kauft sich Kleider für eben mal 400 Euro, mit dem Kommentar „billiger wird´s nicht!“.

Ich hingegen überlege mir so lange, bis ich mich selbst ausführlich davon überzeugt habe, das ich mir das auf keinen Fall leisten kann. Und hinterher trauere ich lange darüber. In seltenen Fällen sogar über Jahre! Heute noch trauere ich ein paar Stiefeln nach, die ich in Wien gesehen habe. Und jetzt frage ich mich, wo ist eigentlich der Fehler in dem System?

Vermutlich nicht darin, einen guten Geschmack zu haben, der eben seinen Preis hat – sondern darin mir das nicht zu gönnen.

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