Doulas-Weder das Problem, noch die Lösung

Vorgestern erschien ein Beitrag zur Arbeit der Doulas in der SZ. Grundsätzlich ein schöner Beitrag über eine Doula aus München. Ich freue mich immer, wenn über „uns Doulas“ positiv berichtet wird.

Ich habe lange darüber nachgedacht, was und ob ich überhaupt dazu was schreiben soll. Viele Rechtfertigungen sind mir dabei eingefallen für meine Arbeit als Doula und warum die Sorgen der Hebammen unbegründet sind in Bezug auf die Arbeit von Doulas. Der Artikel ist gut, gibt es nichts zu sagen. Und er zeigt deutlich, dass es eine Neid-Debatte ist.

Bei einer jeden Geburt sollte es darum gehen, gute Arbeit im Sinn der Gebärenden und Familien zu leisten, gute Versorgung zu garantieren und nicht um persönliche Befindlichkeiten einzelner Berufsgruppen. Dabei verlieren die, die am wenigsten dafür können und am meisten Unterstützung brauchen: die Schwangeren und zukünftigen Mütter.

Würden alle gut zusammen arbeiten und die Wünsche der Eltern respektieren, wäre das ein Gewinn für alle Seiten und die Kassen könnten sowohl die Leistungen der Hebammen angemessen vergüten, als auch die Kosten für Doula-Begleitungen übernehmen.

Doulas sind für alle wertvoll; für die werdenden Eltern gleichermassen wie für die Hebammen, wie auch im Artikel gesagt wird.

Doulas sind nicht das Problem in unseren Kreisssälen und werden deshalb nie die Lösung für den Wirtschafts-und Sparwahn der Krankenkassen und Kliniken sein.

In anderen Ländern, wie zum Beispiel den Niederlanden, arbeiten beide Berufsgruppen Hand in Hand und es lässt sich alles finanzieren und läuft im Sinne der Gebärenden.

Selbstbestimmte Geburten, freie Wahl des Geburtsortes und eine angemessene Vergütung sollten das Ziel aller Berufsgruppen sein damit alle davon profitieren können.

Aber bis dahin brauchen wir wahrscheinlich noch 50 Jahre. So long!

 

 

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